The Stack München – Holz-Hybrid-Bürohaus im Bahnhofsviertel
Im dicht bebauten Bahnhofsviertel Münchens entsteht mit The Stack ein siebengeschossiges Holz-Hybrid-Gebäude, das moderne Büronutzung, Gastronomie und Einzelhandel miteinander verbindet. Entwickelt von AXA IM Alts und der ACCUMULATA Real Estate Development GmbH, steht das Projekt für nachhaltige Stadtarchitektur und technische Präzision. Der Standort – nur wenige Meter vom Hauptbahnhof entfernt – gehört zu den anspruchsvollsten innerstädtischen Bauorten Münchens.
Im Münchener Bahnhofsviertel setzt das Projekt „The Stack“ neue Maßstäbe in moderner Architektur durch eine innovative Kombination aus Holz- und Hybridbauweise. Die tragende Konstruktion besteht aus einer Holz-Hybrid-Struktur, ergänzt durch konventionelle Stahlbetonkerne. Die Fassaden zeichnen sich durch Holz-Aluminium-Elemente aus, die durch vorgelagerte Pflanztröge und begrünte Terrassen lebendig inszeniert werden. Insgesamt wurden 35 Bäume, 212 Sträucher, 1.105 Stauden und über 10.000 Bodendecker in die Dach- und Fassadenbegrünung eingebunden – keine dekorative Randnotiz, sondern ein durchdachtes System, das „The Stack“ zu einem der sichtbar grünsten Neubauten im gesamten Bahnhofsviertel macht. Man könnte fast sagen: Die Pflanzen sind hier nicht Beiwerk, sondern Teil der architektonischen Idee.
Die Büroflächen verteilen sich auf rund 17.000 Quadratmeter Mietfläche, eine stattliche Dimension, die dennoch durch klare Struktur übersichtlich bleibt. Das Ensemble wird durch drei Tiefgaragengeschosse mit insgesamt 125 Stellplätzen ergänzt. Und weil der Trend längst nicht mehr nur auf vier Rädern rollt, gibt’s im Erdgeschoss 118 Stellplätze für Fahrräder – draußen kommen nochmal 48 hinzu.
Nicht zuletzt leisten die eingesetzten Holz-Beton-Verbunddecken einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen – ein Aspekt, der neben der ökologischen Bauweise auch zur angestrebten DGNB-Zertifizierung in Platin beiträgt. Hier zeigt sich: Nachhaltigkeit ist bei „The Stack“ kein Nebengedanke, sondern durchdachtes Prinzip.
Bauliche Herausforderungen und Logistik im Bahnhofsviertel
Das Arbeiten mitten im Münchner Bahnhofsviertel stellte hohe Anforderungen an Logistik, Sicherheit und Koordination. Enge Straßen, laufender Lieferverkehr und beschränkte Lagerflächen machten eine präzise Baustellenorganisation erforderlich. Die Materialanlieferungen erfolgten nach dem Just-in-time-Prinzip, abgestimmt sowohl auf den Baufortschritt als auch auf die Verkehrsführung vor Ort. Ein weiterer zentraler Aspekt war der Lärmschutz: Die Bauarbeiten wurden so koordiniert, dass der laufende Stadtbetrieb sowie die angrenzende Wohnbebauung möglichst wenig beeinträchtigt wurden. Insgesamt zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie präzises Handwerk und durchdachte urbane Logistik erfolgreich Hand in Hand gehen können.
Innenausbau und Leistungen der Rußbach Unternehmensgruppe
Der Innenausbau zog sich über mehrere Etagen hinweg und erstreckte sich auf insgesamt rund 17.000 Quadratmeter – eine Fläche, die präzise Koordination und sorgfältige Detailarbeit erforderte. Verbaut wurden unter anderem Trockenbaukonstruktionen der Brandschutzklasse F90, also Materialien, die auch unter anspruchsvollen Bedingungen verlässlich funktionieren. Aufgrund der hohen Schallschutzanforderungen wurden hochwertige Materialien verarbeitet für einen hochwertigen Schallschutz.
Die Umsetzung erfolgte in mehreren Bauabschnitten und wurde eng abgestimmt auf die Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung sowie die parallellaufende Fassadenmontage. In Spitzenzeiten arbeiteten über 80 Fachhandwerker der Rußbach Komplettausbau GmbH & Co.KG gleichzeitig auf der Baustelle. Ihre Aufgaben umfassten nicht nur die handwerkliche Realisierung, sondern auch die Koordination komplexer Schnittstellen, etwa zu:
- Lüftungsanlagen
- Sprinklersystemen
- Beleuchtungskomponenten
- sowie der übergeordneten TGA-Planung
Neben der technischen Umsetzung übernahm die Rußbach Komplettausbau auch die organisatorische Steuerung der Ausbaugewerke – von der Materiallogistik über die Abstimmung mit Nachunternehmern bis zur Qualitätssicherung vor Ort. Dieses nahtlose Zusammenspiel aus Planung, Disposition und handwerklicher Umsetzung war entscheidend dafür, dass das Bauvorhaben im vorgesehenen Zeitfenster realisiert werden konnte.
Zum ausgeführten Leistungsspektrum zählten:
- Trockenbaukonstruktionen für Büro- und Verkehrsflächen
- Montage von Holzlamellendecken für eine bessere Akustik
- Einpassung technischer Komponenten (Lüftung, Beleuchtung, Sprinkler)
- Bauablaufkoordination im dichten Innenstadtumfeld
Darüber hinaus führte der Rußbach Komplettausbau unter anderem folgende Gewerke aus:
- Tiefgaragenbeschichtung
- Kellerdämmung
- Stahltüren
- Rohrrahmentüren
- Holztüren
- Glas-Systemtrennwände
- Schlosserarbeiten
- Doppelboden und Hohlraumboden
- Weiterführender Trockenbau
- Malerarbeiten
- Betonlasur
- Fliesenarbeiten
- Bodenlegerarbeiten
- Schreinerarbeiten
Die präzise Ausführung all dieser Arbeiten leistete einen wesentlichen Beitrag zur DGNB-Zertifizierung des Gebäudes. Sowohl Materialwahl als auch Verarbeitung und Schnittstellenmanagement erfüllten die anspruchsvollen Kriterien in Bezug auf Nachhaltigkeit und bauliche Effizienz.
Das Energie- und Gebäudekonzept setzt auf Fernwärme und Fernkälte der Stadtwerke München, eine Photovoltaikanlage mit 37,2 kWp Leistung sowie Regenwassernutzung für die Fassaden- und Dachbegrünung. Das Gebäude ist mit einer Hochdrucknebel-Löschanlage, einer Zentralbatterieanlage für Sicherheitsbeleuchtung und E-Ladestationen ausgestattet. Alle Systeme sind BIM-basiert geplant und digital vernetzt.
Auch beim Innenausbau spielten Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz eine wesentliche Rolle. Es kamen emissionsarme Spachtel- und Beschichtungsmaterialien zum Einsatz, die zu einem stabilen Raumklima und langlebigen Oberflächen beitragen. Durch optimierte Materiallogistik und kurze Transportwege wurde der ökologische Fußabdruck des Ausbaus deutlich verringert. Zudem wurde gezielt auf den Einsatz recycelter und ressourcenschonender Rohstoffe geachtet.
Nutzung und städtebauliche Wirkung
Mit seiner offenen Architektur und hohen Aufenthaltsqualität setzt “The Stack“ einen neuen Akzent im Bahnhofsviertel. Künftig werden hier rund 800 Personen arbeiten. Neben der Kanzlei Quinn Emanuel ziehen auch Novartis und mehrere Gastronomiebetriebe ein. Das Ensemble bringt nicht nur moderne Arbeitsräume in die Innenstadt, sondern wertet das gesamte Quartier auf – architektonisch, ökologisch und funktional.
Projektdaten “The Stack”
Bauherr: Hestia SPV S.à r.l., vertreten durch AXA IM Alts
Projektsteuerung: ACCUMULATA Real Estate Development GmbH
Architektur: Wilmotte & Associés Architectes / RKW Architektur +
Fassadenplanung: a.t.f Architektur.Technik.Fassade
Bauphysik: Müller-BBM GmbH
Tragwerk: bwp Burggraf + Reiminger / merz kley partner
Zertifizierung: DGNB Platin (angestrebt)
Fachausführung Innenausbau: Rußbach Komplettausbau / Rußbach Maler & Akustik GmbH, Odelzhausen
Fertigstellung: 2025
Das Projekt zeigt, wie nachhaltige Bauweise, moderne Gebäudetechnik und präziser Innenausbau im urbanen Umfeld zusammenspielen. Die gewonnenen Erfahrungen fließen in weitere Großprojekte ein – insbesondere in den Bereichen Akustik (Trittschall), Bodenaufbauten, Trockenbau und Materialkoordination. Damit setzt die Rußbach Unternehmensgruppe Maßstäbe für nachhaltigen Innenausbau in innerstädtischen Lagen.
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